Kurt Ahrens
kommt ins Grand Meeting 2026

Es gibt Rennfahrer, die für den Motorsport alles aufgegeben haben. Und dann gibt es Kurt Ahrens – einen Mann, der am Wochenende gegen Graham Hill, Jackie Stewart, Jochen Rindt und Jacky Ickx fuhr und am Montagmorgen um 7 Uhr wieder auf dem Hof seines Vaters stand.
Es gibt Rennfahrer, die für den Motorsport alles aufgegeben haben. Und dann gibt es Kurt Ahrens – einen Mann, der am Wochenende gegen Graham Hill, Jackie Stewart, Jochen Rindt und Jacky Ickx fuhr und am Montagmorgen um 7 Uhr wieder auf dem Hof seines Vaters stand.
Ein Original gleichermaßen wie eine Legende.
Und er kommt zum Grand Meeting 2026 vom 31. Juli bis 2. August.
„Kurti“, der Amateur, der die Weltelite schlug
Kurt Karl Heinrich „Kurti“ Ahrens wurde 1940 in Braunschweig als Sohn des Rennfahrers Kurt Ahrens Senior geboren. Der Motorsport lag also in der Familie – und der Sohn erbte nicht nur die Leidenschaft, sondern auch das Talent. 1958 begann er seine Karriere in der Formel 3 und wurde 1961, 1963 und 1965 Deutscher Meister in der Formel Junior – drei Titel, die seinen Ruf als eines der größten deutschen Formeltalente seiner Generation begründeten.
Doch Kurt Ahrens war kein gewöhnlicher Rennfahrer. Während seine Kollegen Riesengagen kassierten und in Privatjets um die Welt reisten, blieb er ein bodenständiger Braunschweiger – mit Familie, Firma und Freundeskreis. Er fuhr als Privatfahrer, mit eigenem Wagen, ohne Werksunterstützung – und war trotzdem auf Augenhöhe mit der Weltelite. Als Jack Brabham ihm 1968 einen festen Platz im Formel-1-Team anbot, lehnte Ahrens ab. Begründung: „Ich will mein eigener Herr bleiben.“
1968 debütierte er dennoch in der Formel 1 und das auf heimischen Boden beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, an der Seite von Jack Brabham und Jochen Rindt. Es blieb sein einziger Formel-1-Start. Nicht weil er nicht gut genug war – sondern weil er es so wollte.
Was folgte, war ein weiteres Kapitel voller Glanzmomente: 1969 wurde Kurt Ahrens Porsche-Werksfahrer und erzielte an der Seite von Jo Siffert den ersten Sieg eines Porsche 917 überhaupt – bei den 1.000 Kilometern von Österreich auf dem frisch eröffneten Österreichring in Zeltweg. Ein historischer Moment für Porsche, für den jungen Ferdinand Piëch – und für Kurt Ahrens. Im Jahr darauf gewann er gemeinsam mit Vic Elford auf einem Porsche 908/3 die 1.000 Kilometer auf dem Nürburgring.
Mit nur 30 Jahren, auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, zog sich Kurt Ahrens 1970 vom aktiven Rennsport zurück – um sich seiner Familie und dem Familienbetrieb zu widmen. Eine Entscheidung, die ihn menschlich auszeichnet und bis heute bewundernswert ist.
Heute begleitet Ahrens das Porsche Museum bei Fahreinsätzen auf renommierten Klassik-Veranstaltungen in aller Welt – und ist beim Grand Meeting 2026 ein ganz besonderer Gast. Ein Zeitzeuge der gefährlichsten und faszinierendsten Ära des Motorsports, ein Freund von Jacky Ickx und Vic Elford, ein Mann mit Geschichten, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


